“Die Geschichte Hönningens ist mit Wein geschrieben“ sagt unser Stadtchronist Jakob Weiler. Das ist sicherlich richtig bis zum Ende des 19ten Jahrhunderts und zum Beginn der Industrialisierung. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Weinbau immer wieder zurückgedrängt im Ortskern und an den Hängen. Die besten Weinberge am Schloss Arenfels konnten jedoch alle Stillegungsbemühungen überstehen und wurden in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch den freiwilligen Arbeitsdienst auf Initiative des damaligen Bürgermeisters und des Grafen Westerholt gerodet und neu gepflanzt. Die Stadt übernahm die Kosten für den freiwilligen Arbeitsdienst und die Beschaffung der Reben hierfür wurde ihr vom Grafen Westerhold die hälfte der Weinberge am Schloss Arenfels übereignet. Im Herbst 1936 konnte Winzermeister August Lacher die erste Ernte des Stadtweingutes im früheren Keller des Hönninger und Ariendorfer Winzervereines, dem heutigen Stadtweingut einlagern.
Im Jahr 1972 übernahm die Stadt Bad Hönningen die Weinberge der Westerhold`sche Gutsverwaltung Schloss Arenfels. Am 01.10.78 übernahmen Ruth und Bernhard Schneider das damals größte Weingut im Mittelrheintal. Nach gesundheitsbedingter Aufgabe des Familienweingutes Schneider haben die Gesellschafter der Privatkelterei BAD HÖNNINGER Fruchtsäfte und Weine GmbH, 2005 die Bewirtschaftung des Stadtweingutes übernommen. Für den Ausbau der Weine ist heute Kellermeisterin Ingrid Steiner verantwortlich. Ihr Ziel ist es, kellertechnisches Know-how mit bewährter Tradition zu verbinden.
Das dem Stadtweingut angegliederte Weinlädchen wird in neuen Geschäftsräumen und zentraler Lage von uns weitergeführt.
Mit weingenüsslichen Grüssen, ihr Weinlädchen Rüssel